Positionen

Global denken, lokal handeln: Weil wir hier leben!

Im Grünen Ortsverband Wartenberg haben wir ein Wahlprogramm unter dem Motto „Global denken, lokal handeln: Weil wir hier leben!“ erarbeitet. Ein erster Entwurf des Programms wurde von mir formuliert, im Vorstand besprochen und dann intensiv mit den Mitgliedern diskutiert, angepasst und ausgearbeitet. Das ausführliche Wahlprogramm findet ihr hier. Ich bin stolz auf das zusammen erarbeitete Programm und kann mich mit den Inhalten voll identifizieren. Wenn ich als Bürgermeister gewählt werde, werde ich mit allen Parteien der Marktgemeinde sachorientiert zusammenarbeiten, denn auch viele Punkte der Wahlprogramme der anderen Parteien sind gut!

Folgende Schwerpunkte aus unserem Grünen Programm sind mir besonders wichtig:

  • Klimaschutz und Eneuerbare Energieen
    Die Marktgemeinde hat eine Vorbildfunktion und muß beim Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen. Die Energieversorgung kommunaler Gebäude, vor allem das Heizen, muss auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Hierzu konnte ich durch meinen offenen Brief bezüglich der Heizung an der Marie-Pettenbeck Schule einen ersten Erfolg verzeichnen (mehr Info dazu hier).

    Ich nutze auch selbst Erneuerbare Energien

    Die generellen Voraussetzungen für den Aufbau eines kommunalen Nahwärmenetzes in Wartenberg, an das auch Privathaushalte angeschlossen werden können, sind sehr gut und eine Umsetzung sollte schnellstmöglich überprüft werden. Außerdem sollen die Gemeindeeinrichtungen mit zertifiziertem Ökostrom versorgt werden. Um alle Aktivitäten zu koordinieren, brauchen wir einen Klimaschutzplan für Wartenberg und einen Klimaschutzmanager für die Verwaltungsgemeinschaft.
    Ich arbeite seit 14 Jahren als Projektmanager, um erneuerbare Enegerien zu unterstützen. Dieses Wissen will ich nun ganz konkret für den Markt Wartenberg nutzen und anwenden. Auch privat nutzen wir in unserem Haus in Wartenberg fast 100% erneuerbare Energien (Solathermie, Photovoltaik, Holz, Ökostrom).

  • Bürgerbeteiligung und Transparenz
    Transparenz kann nur geschaffen werden, wenn die dazu notwendige Information bereitgestellt wird. Deshalb werde ich mich für eine verbesserte Informationspolitik in Wartenberg einsetzen. Wenn ich als Bürgemeister gewählt werde, werde ich eine Bürgermeistersprechstunde einrichten und einmal im Monat einen Kurzbericht über aktuelle Gemeindethemen veröffentlichen. Außerdem will ich Bürger an wichtigen Entscheidungen beteiligen. Das haben wir in vielen Punkten unseres Wahprogramms mit aufgenommen.
    Seit den 14 Jahren, die ich in Wartenberg wohne, wurde noch keine Bürgerbefragung gemacht. Ich finde, es ist höchste Zeit, die Bürger*innen zu befragen. Deshalb will ich nach der Wahl eine große Bürgerbefragung durchführen. Dabei sollen Fragebögen an alle Bürger*innen verteilt werden, die professionell ausgewertet werden. Die Ergebnisse sollen dann von unabhängigen Moderatoren*innen in einem Bürgerforum vorgestellt werden. In langfristigen Arbeitsgruppen können interessierte Bürger*innen die Themen diskutieren und Entscheidungshilfen für den Gemeinderat erarbeiten.
  • Mehr soziales Miteinander
    Wartenbergs Bevölkerung ist in den letzten Jahren vor allem durch Zuzug stark gewachsen. Es ist wichtig alle Menschen in die Marktgemeinde zu integrieren. Als Bürgermeisterkandidat will ich mich dafür einsetzen, dass das soziale Miteinander in Wartenberg gefördert wird. Veranstaltungen und Vereine müssen unterstützt werden. Ich bin ein Vereinsmensch und setze mich deshalb für einen „Tag der Vereine“ ein, an dem vor allem auch Neubürger*innen eingeladen werden. Ich will die Organisation eines Austausches mit einer Partnergemeinde, an dem jeder teilnehmen kann, anstoßen.
  • Flächenverbrauch
    Um mit dem bisherigen Bevölkerungszuwachs zurecht zu kommen, muss die Infrastruktur, z.B. in den Bereichen Bildung, Pflege und Verkehr, dringend angepasst werden. Es wurden kontinuierlich neue Baugebiete ausgewiesen, die weiteren Zuzug zur Folge hatten. Ich bin der Meinung, dass es an der Zeit ist, den Flächenverbrauch und die Flächenversiegelung durch Bebauung so weit wie möglich zu reduzieren. Das Bauen in die Höhe, unter Berücksichtigung der gewachsenen Strukturen und der Architektur des bestehenden Ortsbildes, sowie die Reaktivierung bzw. Erneuerung derzeit ungenutzter Immobilien sollen Vorrang vor der Erschließung weiterer Bau- und Gewerbegebiete haben. Nicht vermeidbarer Flächenverbrauch soll zeitnah und ökologisch aufgewertet werden.
  • Naturschutz
    Seit meiner Kindheit ist mir Umweltschutz schon immer sehr wichtig. Deshalb habe ich dann später Landschaftsplanung studiert. Auch als Imker, Vorsitzender des Imkervereins und als Fachwart für Imkerei setze ich mich für den Naturschutz ein. Er muss in der Gemeinde mehr Beachtung finden, weshalb ich mich für die Einführung von Naturschutzleitlinien stark machen werde.

    Eine Alternative zum Maisanbau: die Becherpflanze

    Es sollen Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen so früh wie möglich umgesetzt werden. Kleine, gemeindeeigene Flächen, die ungenutzt sind, müssen ökologisch aufgewertet werden.
    Die Durchführung von Pflegemaßnahmen soll nach ökologischen Leitlinien erfolgen, um die Artenvielfalt zu fördern. Ich will mehr Bäume für Wartenberg (z.B. an den Straßen entlang von Wartenberg nach Thenn oder von Wartenberg nach Riding). Außerdem schätze ich die Leistung unserer Landwirte sehr. Mir ist es wichtig, mit Landwirten zu sprechen, um sowohl die bäuerliche Landwirtschaft zu fördern, als auch den Naturschutz.

Weitere Punkte für die ich mich einsetzen werde:

  • Dritte Start- und Landebahn verhindern
  • Gewässerschutz und Hochwasserschutzkonzepte umsetzen
  • Müll vermeiden und reduzieren
  • Mit Landwirten kooperieren: regionale und ökologische Produktion stärken
  • Gesunde und nachhaltige Ernährung fördern
  • Einen Umwelt- und Klimaausschuss einrichten
  • Die Fahrradverkehrsinfrastruktur verbessern
  • Den öffentlichen Nahverkehr und die Mobilität verbessern
  • Die Bevölkerungsentwicklung maßvoll gestalten
  • Familien und Kinder fördern
  • Jugendliche in Entscheidungen mit einbeziehen
  • Die medizinische Versorgung vor Ort verbessern
  • Die Marktgemeinde seniorenfreundlich gestalten
  • Menschen mit Handicap unterstützen
  • Den Anteil der Frauen im Gemeinderat erhöhen
  • Den Haushalt ausgleichen
  • Gute Geschäftsbedingungen für die lokale Wirtschaft schaffen